Professor Christoph Thomas, Inhaber des einzigen Lehrstuhls für Mikrometeorologie in Deutschland, geht davon aus, dass Solarparks einen viel größeren Nutzen haben als den, ohne fossile Brennstoffe Energie zu erzeugen. Und will genau das in der Gemeinde Ermershausen nachweisen – an einem Sonnenkraftwerk, erst noch errichtet werden muss. Gemeint sind positive Einflüsse der Freiflächenphotovoltaik auf ihre unmittelbare Umgebung. Und auf das Klima insgesamt

Die Südwerk-Firmengruppe mit Sitz in Burgkunstadt plant in Steinbach am Wald die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage im Bereich Umspannwerk bzw. Kompostplatz östlich der Heeresstraße mit einer Energieproduktion von circa 13,6 Millionen kWh pro Jahr.

 In der Marktgemeinde Ludwigschorgast kommt die Energiewende ein weiteres Stück voran. Gut einen Kilometer südlich des Ortskerns entstand oberhalb der Bahntrasse auf der Fläche von rund einem Hektar ein Solarpark, der fossile Brennstoffe entbehrlich macht und Immissionen von rund 1000 Tonnen Kohlendioxid einspart. Der erzeugte Strom wird direkt in der Region vermarktet. Am Mittwoch wurde der Solarpark im Beisein der Ludwigschorgaster Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani offiziell eröffnet.

Bei der Planung unserer Bürgersolarparks richten wir uns nach den Wünschen von Gemeinden, der Bevölkerung und Naturschutzbehörden. „Ob Schafsbeweidung, Insektenhotel, Bienenrefugium, Wildkorridor oder Blühwiese, wir machen sehr viel möglich“, so Manuel Zeller Bosse.

Bauen im Einklang mit Natur und Landwirtschaft – das hat sich das in Burgkunstadt ansässige SÜDWERK auf die Fahnen geschrieben. In der Sitzung des Gemeinderates stellten sie eine mögliche Freiflächenphotovoltaikanlage bei Brünnberg vor.

Das Sondergebiet „Bürgersolarpark“ soll 8,5 Hektar umfassen, die Ausgleichsflächen rund 2,1 Hektar. Anstoßen wolle man einen Nachdenkprozess, was für die Energiewende im Markt Wiesenttal wichtig sei. Zeller Bosse ist sich durchaus bewusst, dass Freiflächenphotovoltaikanlagen gerade in der Fränkischen Schweiz ein sensibles Thema sind. Zweifellos sei der Klimawandel auch in der Fränkischen Schweiz angekommen, was aber nicht der einzige Grund für den Ausbau von Solaranlagen sei. Sondern auch das Ziel der Bundesregierung, klimaneutral zu werden.

Gelobt wurde der Standort der Anlage, die auf den geforderten Ausgleichsflächen örtlichen Imkern das Aufstellen von Bienenstöcken erlaubt.
Nahe an der Bahnlinie und von der Wohnbebauung aus nicht einsehbar – so sei bei der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz zu erreichen, betonten Bürgermeister Meier.

„Unsere Solaranlagen sind immer auch Einnahmequellen für die Menschen der Standortkommunen“, so Zeller Bosse.

Pünktlich zum Beginn der Saison freut sich der Albertshäuser Schwimmbadverein über eine Spende. Kürzlich ist hier ein neuer Solarpark entstanden. Der Betreiber, die SÜDWERK Projektgesellschaft mbH, möchte „der Gesellschaft etwas zurückgeben“, wie Projektentwickler Thomas Jungkunz erklärt.

Eine neue Photovoltaikanlage (PVA) ist nun auf einer drei Hektar großen Ackerfläche in Reichenberg-Albertshausen in Betrieb genommen worden. Bei der Begehung durch den neuen Solarpark zeigt sich Bürgermeister Stefan Hemmerich erfreut über den Abschluss des Projekts: „Es war durchaus ein steiniger Weg im Genehmigungsverfahren, aber es ist einfach ein Projekt, das in die Zeit passt.“